Afrika llllllive

 

Afrika llllllive - Gut versteckt, Löwe!

Josy, so nennen die jungen Johannesburger liebevoll ihre Heimatstadt, zugleich erster Programmpunkt unserer Reise nach Südafrika. Die Tour stand ganz unter dem Motto "Fotosafari". Sicher nicht ganz zufällig, denn das südlichste Land des Kontinents bietet ein wahres Füllhorn an tollen Fotomotiven.

Zurück zu Johannesburg. In Reiseführern gern als gefährlich verschrien, präsentierte sich uns die Metropole bei kaltem, aber sonnigem Wetter (immerhin befinden wir uns auf der Südhalbkugel Ende August im Winter) lebhaft und freundlich, eine geführte Walking Tour brachte uns das hippe Künstlerviertel Maboneng näher, nachdem wir am Vorabend einen fantastischen Abend an Bord eines Luxuszuges von Rovos Rail genießen durften. Mit dem Bus ging es weiter in Richtung Krüger National Park, doch bevor wir uns auf Fotojagd nach den "Big Five" begaben (Löwe, Büffel, Nashorn, Elefant, Leopard, konnten wir auf der Panoramaroute atemberaubende Landschaften und vom Aussichtspunkt God''s Window den Ausblick auf die 700 Meter tieferliegende Ebene Lowveld genießen.

Dann aber war es soweit. Bereits auf den ersten Kilometern durch den Krüger Nationalpark trafen wir auf Büffel, Impalas und Giraffen, nicht im Ansatz erahnend, dass das erst der Anfang war. "Das ist Afrika llllllive" wurde unsere Schweizer Reiseleitung daher auch nicht müde immer wieder zu unterstreichen, welch einzigartiges Land sie uns näherbrachte. Dazu gehört natürlich auch, dass der Gepäckanhänger samt 13 Koffern den vorausfahrenden Jeep an seine Grenzen brachte, so dass sich besagte Koffer mitten in der Wildnis plötzlich im ausgetrockneten Flussbett wiederfanden. Afrika lllllllive heißt aber auch, dass man sich gegenseitig hilft und somit diese Panne schnell vergessen war.

Nach dem Check-In in der Bush Lodge des Sabi Sabi Game Reserve, das seine 4 luxuriösen Lodges dem Motto "Gestern, Heute, Morgen" gewidmet hat, machten wir uns auf unsere erste Pirschfahrt im offenen Jeep. Das Reservat mit der höchsten Tierdichte im ganzen Park schürte unsere Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden. Elefanten, Nashörner und ein chillender Gepard waren zunächst die Highlights. Nach einem Sundowner in der Wildnis, machten wir uns auf den Rückweg zu Bush Lodge - dann ein Funkspruch und Sekunden später sahen wir uns durch die Dunkelheit rasen, ein Leopard wurde gesichtet. Jetzt machte die Pirschfahrt ihrem Namen alle Ehre, katzengleich bewegte sich der Jeep samt Suchscheinwerfer parallel zum schwarzgefleckten Raubtier über Busch und Baum - ein unvergessliches Erlebnis, das auch die Hyäne, die unser Abendbuffet stürmte (auch hier: Afrika llllive!), nicht mehr toppen konnte.

Wer nun aber geglaubt hat, unsere letzte Station der Reise, Kapstadt, würde unter Eindrücken dieser ersten eindrucksvollen Tage verblassen, der sah sich getäuscht. Die pulsierende, charmante Stadt am Fuße des allgegenwärtigen Tafelbergs zog uns in ihren Bann. Da durfte auch der Cocktail an der V&A Waterfront nicht fehlen.

Mit dem Hop On/Hop Off Bus und der Seilbahn ging es auf den Tafelberg, der bei strahlendem Sonnenschein fantastische Ausblicke auf Stadt und Strände ermöglichte. Unser letztes Übernachtungshotel Radisson Blu Waterfront unterhalb des eindrucksvollen Finalstadions der Fußball-WM 2010 in direkter Meerlage rundete unseren kurzen Kapstadtbesuch ab.

Fazit: Nur der Löwe fehlte uns bei den Big Five. Ein Grund um wiederzukommen! Vielen Dank an alle Partner, die diese Reise zu einem unvergessen Erlebnis gemacht haben.

Zum Inhalt springen